Uni Hamburg lädt zum 9. Südasien-Tag ein

EINLADUNG ZUM 9. SÜDASIEN-TAG
AM 19. NOVEMBER 2011 VON 10 BIS 21 UHR IM PÄDAGOGISCHEN INSTITUT DER UNIVERSITÄT HAMBURG, VON-MELLE-PARK 8, 20146 Hamburg

Sehr geehrte Damen und Herren,
die meisten Regierungen in Südasien erwarten von dem gegenwärtigen, meist rasanten Wachstum ihrer Volkswirtschaften positive Auswirkungen auf den ländlichen Raum und seine Bewohner. Jedoch haben sich die Hoffnungen bislang nicht in dem erforderlichen Umfang erfüllt. Trotz diverser staatlicher und internationaler Programme ist es nicht gelungen, die Armut und Perspektivlosigkeit auf dem Lande zu beseitigen. Grund genug, den 9. Südasien-Tag am Sonnabend, den 19. November, dem Thema „Ländliche Entwicklung ? eine politische Schlüsselfrage für Südasien“ zu widmen. Auf der Podiumsdiskussion am Vormittag referieren und diskutieren diplomatische Vertreter der südasiatischen Staaten und Wissenschaftler über mögliche Wege aus der strukturellen Armut auf dem Lande. Am Nachmittag widmet sich der Südasien-Tag traditionell der Kultur der Region. Freuen Sie sich auf eine Modenschau unter dem Titel „Kleidung und Mode in Südasien – im Wandel der Zeiten – zwischen Tradition und Moderne“ mit begleitenden historisch-kulturellen Kommentaren.  Der Tag klingt mit Musik, Tanz und Gesang aus Südasien aus. Landestypische Spezialitäten präsentieren einen weiteren Aspekt der Kultur der Region. Diesjähriges Partnerland ist Pakistan.
Wir würden uns sehr freuen, Sie zum 9. Südasien-Tag am 19. November begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

Ram Prasad Bhatt

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Dr. Ram Prasad Bhatt
University of Hamburg
Asia-Africa-Institute
Dept. of Culture & History of India & Tibet
Alsterterrasse 1
20354 Hamburg, G E R M A N Y
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Tel:  0049-4042838-3388 office
Fax:  0049-40-42838-6944
Email: Ram.Prasad.Bhatt@uni-hamburg.de
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Bericht: „China droht Indien wegen Ölgeschäft“

Spiegel Online (16.10.2011) berichtet:

Kampf um Rohstoffe: China droht Indien wegen Ölgeschäft

China und Indien sind die Großmächte Asiens – und Konkurrenten im Kampf um Rohstoffe. Nun droht ihr Streit zu eskalieren: Ein Öl-Geschäft der Inder mit Vietnam erzürnt die Führung in Peking.

Peking – So deutlich werden die Herren in Peking selten: „Indiens Energiepolitik gerät in einen extrem gefährlichen Strudel“, schreibt die Parteipostille „China Energy News“, ein Sprachrohr der chinesischen Regierung. Die Inder sollten schnellstmöglich aus dem Meer verschwinden. Sie spielten dort mit dem Feuer. Das klingt wie eine handfeste Drohung und dürfte auch genau so gemeint sein.

Weiter lesen auf spiegel.de.

See also:

Times of India (15.10.2011): Vietnam under pressure from China to cancel oil deal with India

Business Line (16.10.2011): China sees red on India’s oil exploration deal with Vietnam

 

Indien unter den TOP 20 der Hamburger Außenhandelspartner

Indische Woche (India Week) in Hamburg vom 16. bis 23. Oktober 2011

Indien unter den TOP 20 der Hamburger Außenhandelspartner

Statistik informiert … Nr. 120/2011

Der Außenhandel des Landes Hamburg mit Indien hat 2010 einen Wert von rund 1,3 Mrd. Euro erreicht. Indien belegt damit Platz 19 der wichtigsten Hamburger Außenhandelspartner, so das Statistikamt Nord aus Anlass der „India Week“ vom 16. bis 23. Oktober in Hamburg.

Die Einfuhr indischer Waren nach Hamburg belief sich auf 824 Mio. Euro. Das ist ein Zuwachs von 27 Prozent gegenüber dem Jahr 2009. Bei fast einem Drittel (267 Mio. Euro) handelte es sich um Bekleidung und sonstige Textilerzeugnisse, vornehmlich aus Baumwolle. Ein weiteres Drittel der Importe entfiel auf andere gewerbliche Vor- und Enderzeugnisse, zum Beispiel pharmazeutische Grundstoffe, elektrotechnische Erzeugnisse und Wasserfahrzeuge. Darüber hinaus wurden Mineralölerzeugnisse (79 Mio. Euro) sowie pflanzliche Nahrungsmittel (78 Mio. Euro) mit einem Anteil von jeweils knapp zehn Prozent der Gesamteinfuhr aus Indien importiert.

Die Ausfuhr von Waren aus Hamburg nach Indien belief sich auf 446 Mio. Euro, 47 Prozent weniger als 2009. Ursache hierfür war ein starker Rückgang der Lieferungen von Luftfahrzeugen und Luftfahrzeugteilen, die 2009 einen Wert von fast 700 Mio. Euro erreicht hatten. Trotz dieser Einbußen entfiel auch 2010 mit 260 Mio. Euro der mit Abstand größte Teil des gesamten Ausfuhrwertes auf Flugzeuge (58 Prozent). Für 72 Mio. Euro wurden Düngemittel exportiert (16 Prozent) und für einen Ausfuhrwert von 36 Mio. Euro lieferten Hamburger Unternehmen Maschinen nach Indien (acht Prozent).

Insgesamt lebten im letzten Jahr 897 Inderinnen und 1 570 Inder in der Hansestadt, 708 von ihnen waren sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Zwischen Schleswig-Holstein und Indien wurden im Jahr 2010 Waren im Wert von 342 Mio. Euro gehandelt: Für 146 Mio. Euro wurden Güter importiert und für 196 Mio. Euro wurden Waren nach Indien exportiert. Importe und Exporte wuchsen im Vergleich zum Vorjahr um gut ein Viertel.

2010 lebten in Schleswig-Holstein 277 Inderinnen und 455 Inder. 211 von ihnen gingen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach.

Zum Vergleich: Nach Deutschland wurden 2010 Waren für rund 6,2 Mrd. Euro aus Indien eingeführt (21 Prozent mehr als 2009) und für 9,3 Mrd. Euro deutsche Waren nach Indien ausgeführt (14 Prozent mehr als 2009). In der Bundesrepublik lebten im letzten Jahr 48 280 Menschen aus Indien.

Ansprechpartner:

Ulrich Wiemann
Telefon: 040 42831-1636
E-Mail: ulrich.wiemann[at]statistik-nord[dot]de

Quelle: Statistikamt Nord, Pressemitteilung vom 13.10.2011.

Interkulturelles Management Deutschland-Indien: „Inder sind keine Spaghetti-Denker!“

Im September 2011 Newsletter von „Fix Interkultureller Service“ gibt es ein sehr interessantes und aufschlussreiches Interview mit Dr. Klaus Gronwald, Vice President und Country Manager Germany bei Mahindra Satyam, einem international tätigen indischen Software- und Beratungsunternehmen mit Sitz in Hyderabad. Derzeit beschäftigt Mahindra Satyam weltweit ca. 29.000 Mitarbeiter. Mahindra Satyam ist u.a. auch in Hamburg aktiv und ist einer der Sponsoren der diesjährigen India Week Hamburg .

Ein kleiner Auszug:

Wo liegen die größten interkulturelle Herausforderungen im Indien-Geschäft?

Gronwald: In der Akzeptanz Indiens als vollwertige Industrienation. Es gibt immer noch viele romantisch geprägte Vorstellungen von Indien, die schon überholt sind, selbst wenn sie nur fünf Jahre alt sind.

Auch indische Unternehmen entdecken verstärkt Deutschland. Welche kulturellen Herausforderungen begegnen ihnen im Tagesgeschäft?

Gronwald: Indische Unternehmen, die erstmals nach Deutschland kommen, begehen vielfach den Fehler, amerikanisch geprägtes Geschäftsgebaren in Deutschland anzuwenden. Das geht schief. Andererseits haben viele deutsche Geschäftspartner im ersten Umgang mit Indern das Vorurteil, dass Inder „Spaghetti-Denker“ sind, und müssen mit Erstaunen feststellen, dass Inder sehr wohl geradlinig denken und „Klartext“ reden können.

Das komplette Interview finden Sie unter:

http://www.fix-interkulturell.de/de/newsletter/september-2011/interview-gronwald/

Fix International Services organisiert gemeinsam mit der KWB Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung, der Hamburger Deutsch-Indischen Gesellschaft und dem German-Indian Round Table eine Veranstaltung zum Thema „Tanz mit dem Tiger – Interkulturelle Herausforderungen im Indien-Geschäft“ (Do, 20.10.2011 17:30 – 20:00, KWB Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung e.V., Haus der Wirtschaft II. Stock). Programm und Anmeldungen unter:

http://www.global-innovation.net/events/indiaweek2011/20_Okt_Tanz_mit_dem_Tiger.pdf

Pressemitteilung: Grassroot Innovationen eröffnen neue Chancen für deutsch-indische Zusammenarbeit

GIRT sieht in der vierten India Week Hamburg eine ideale Plattform zur Intensivierung der bilateralen Beziehungen

Hamburg, 11.10.2011: Indien entwickelt sich zunehmend zu einer sprudelnden Quelle für kostengünstige und für breite Schichten bezahlbare Innovationen. Das reichlich vorhandene Unternehmertum im Land und die wachsende Mittelschicht spornen einheimische wie multinationale Unternehmen aller Größen zu Innovationen an. Ein aktuelles Beispiel hierfür ist der Tablet-PC „Aakash“, der letzte Woche in den Markt eingeführt wurde und umgerechnet € 35 kostet.

In den ländlichen Regionen Indiens lassen sich viele neuartige und äußerst nützliche „wurzelnahe“ Innovationen finden (sog. „grassroot innovations“). Sie bestechen dadurch, dass sie deutlich günstiger sind als bereits auf dem Markt erhältliche Lösungen. Außerdem weisen sie ein hohes Maß an Umweltverträglichkeit auf und sind den oft schwierigen Umweltbedingungen der sie nutzenden Menschen angepasst. Beispielhaft seien hier Wasser-basierte Kühlungssysteme genannt, die ohne Elektrizität auskommen, oder nicht-haftende Bratpfannen aus Lehm.

Die zunehmende Innovationskraft Indiens geht Hand in Hand mit dem Export von technischen Produkten („engineering goods“). Laut amtlicher Statistik der indischen Zentralbank stieg die Ausfuhr technischer Waren in den letzten 15 Jahren auf das zehnfache an, auf nahezu $ 70 Mrd. Mit einem Einfuhrvolumen im Wert von fast $ 11 Mrd. war Deutschland ein wichtiger Abnehmer dieser Produkte.

„Wir sehen Indien als einen potenziellen Vorreitermarkt für kostengünstige Innovationen, die durch ihre Robustheit bestechen“, sagt Rajnish Tiwari, Leiter des German-Indian Round Table (GIRT) in Hamburg. Der Wirtschaftswissenschaftler Tiwari ist Indienexperte an der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) und leitet dort gemeinsam mit Dr. Stephan Buse das Forschungsprojekt „Global Innovation“. Für frugale Innovationen aus Indien sieht Tiwari großes Potenzial in den Ländern Südasiens, Afrikas und Lateinamerikas, da dort oft vergleichbare sozio-ökonomische Rahmenbedingungen vorherrschten. Sein Forscherkollege Dr. Stephan Buse sieht eine „Win-Win Chance“ für die Zusammenarbeit von deutschen und indischen Unternehmen auf diesem Bereich.

Um diese spannenden Möglichkeiten einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren und mit renommierten Experten und Entscheidungsträgern aus Unternehmen zu erörtern, veranstalten TUHH und GIRT ein Symposium zum Thema „Grassroot Innovations: Neue Geschäftsmöglich-keiten in der Deutsch-Indischen Zusammenarbeit?“. Als Keynote Speaker wird Prof. Anil Gupta vom Honey Bee Network aus Indien erwartet, den „Der Spiegel“ hochachtungsvoll als „Gandhi der Technik“ bezeichnete. Das Symposium findet am 20.10.2011 in der Handelskammer statt und ist Teil der India Week Hamburg. Gemeinsam mit seinen Partnern organisiert der GIRT die folgenden Veranstaltungen während der India Week:

Wir laden alle interessierten Personen und Unternehmen herzlich zu unseren Veranstaltungen ein. Die Teilnahme ist kostenfrei, erfordert jedoch eine Anmeldung. Nähere Infos sowie Anmeldemöglichkeiten unter:

www.girt-hamburg.de

www.global-innovation.net

 

Über den German-Indian Round Table (GIRT)

Der German-Indian Round Table (GIRT) wurde 2001 von Rudolf Weiler begründet und stellt einen Zusammenschluss von Personen mit einem starken wirtschaftlichen und persönlichen Interesse an Indien dar. Ziel des GIRT sind die Information über Indien und die Förderung der deutsch-indischen Wirtschafts-beziehungen. Der Informationsradius des GIRT erreicht inzwischen rund 3.000 Personen aus der deutsch-indischen Wirtschaftsszene. Leiter und Sprecher des GIRT üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus. Seit Februar 2010 ist Dr. Andreas Waldraff aus Berlin der Sprecher des German-Indian Round Table.

Der Hamburger GIRT wird seit Februar 2010 von Rajnish Tiwari von der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) geleitet. Tiwari ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Technologie- und Innovations-management der TUHH und leitet dort das Forschungsprojekt “Global Innovation” (www.global-innovation.net). Deutsch-Indische Wirtschaftsbeziehungen stehen im Fokus seiner Forschung, zudem ist er Mitinitiator der India Week in Hamburg (www.indiaweek.hamburg.de).

Kontakt GIRT Hamburg:

Rajnish Tiwari
GIRT Hamburg
c/o TU Hamburg-Harburg
Institut TIM (W-7)
Schwarzenbergstr. 95
D-21073 Hamburg

Tel. +49 (0)40-42878 3776
Fax +49 (0)40-42878 2869
E-Mail: tiwari@tuhh.de

Pressekontakt GIRT:

Sven Andressen
Redaktion GIRT-Blatt
c/o Indien Aktuell Business Düsseldorf/Bremen
Post: Kaiserswerther Markt 51
D-40489 Düsseldorf

Tel. +49 (0)421-51660465
Fax +49 (0)421-51660466
Mobil +49 (0)179-60811602
E-Mail: sa@indienaktuell.de

Pressekontakt India Week:

Johannes Freudewald
Büro für Medienarbeit
Post: Osterstr. 58
D-20259 Hamburg

Tel. +49 (0)40-37420352
Fax +49 (0)40-37420353
Mobil +49 (0)176-43005016
johannes@freudewald.de